Kaffee im Alltag

August 21st, 2010 — 8:34am

Wir werden an dieser Stelle in den nächsten Wochen regelmäßig interessante Artikel über das Thema Kaffee veröffentlichen. Viel Spaß damit.

Kaffegenuss – Auswirkungen auf unser Gehirn

Überblick

Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke. Primär wegen seines Geschmacks und Aromas genossen, ist es jedoch auch für seine positiven Effekte auf die geistige Leistung bekannt und beliebt. Es konnte gezeigt werden, dass das Trinken von Kaffee die Aufmerksamkeit erhöht und die Konzentration unterstützt und hierdurch zu einer besseren Leistung verhilft und die Gefühle von Müdigkeit und Lethargie reduziert.

Der hauptsächliche Wirkstoff im Kaffee ist das Coffein. Dieser ist auch in Tee und Kakao enthalten.

Eine Vielzahl an Studien belegen, dass Coffein die geistige Leistung verbessert (Casas et al. 2004., Fredholm et al. 1999., Smith et al 2002., Smith et al. 2004). Es unterstützt die Aufrechterhaltung eines höheren Aufmerksamkeitsniveaus und für einige Personen verlängert es sogar die Aufmerksamkeitsspanne.

Die Rolle des Coffeins auf kognitive Funktionen

„Kognitive Funktionen“ sind Prozesse, die Gehirnfunktionen beschrieben. Diese Funktionen unterstützen uns Informationen zu verstehen, evaluieren, speichern und Informationen aus unserer Umwelt zu nutzen. Unser Gehirn verarbeitet diese externen Auslöser zusammen mit, und auf der Grundlage, unseren persönlichen Erfahrungen und Sozialisation, eingeschlossen unserer Erinnerungen und Gedanken, und erlauben uns so, auf alltägliche Umstände zu reagieren (Schmitt et al. 2005).

Nach dem Genuss einer Tasse Kaffee wird diese schnell vom Verdauungstrakt absorbiert und fängt bereits nach nur 20 Minuten an, ihre Wirkung im Körper zu entfalten. Diese Wirkung hält für mehrere Stunden an (Fredholm et.al 1999., Nehlig et al. 1992).

Der stimulierende Effekt des Coffeins ist intensiv studiert worden. Dieser beruht auf der Fähigkeit des Coffein Adenosine-Neurotransmitter Rezeptoren zu blockieren. Adenosine hemmt die Freigabe der meisten  erregenden Neurotransmitter und resultiert letztendlich in einem reduzierten Erregung und einem gesteigerten Schlafbedürfnis (Nehlig et al. 1992., Fredholm et al. 1999., Davis et al, 2003., Daly et al. 2004; Fisone et al. 2004., Tieges, 2007).

Coffein wirkt, indem es die Adenosine-Rezeptoren blockiert und die Aktivität des zentralen Nervensystems erhöht uns somit die Wachsamkeit steigert Nehlig et al. 1992., Fredholm et al. 1999., Davis et al, 2003., Daly et al. 2004; Fisone et al. 2004., Tieges, 2007).

Gesteigerte Aufmerksamkeit

Jeder von uns hat zu einem Zeitpunkt bestimmt schon mal den „aufweckenden“ Effekt einer Tasse Kaffee oder einer Tasse Tee erlebt. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Kaffee oder koffeinhaltige Getränke die Gehirnaktivität stimulieren (Lorist et al. 2003., Lorist et al. 1994). Der Effekt des Coffein auf die Aufmerksamkeit wurde in einer Vielzahl an Aktivitäten und geistigen Leistungstests, wie Test zu Reaktionszeiten (Smit et al. 2000), Zeit für eine Auswahl (Smith et al. 1999) und selektive visuelle Suchtests (Lorist et al. 1994; Lorist et al. 1996., Ruijter et al. 1999; Ruijter et al. 2000) nachgewiesen.

Die vorteilhaften Effekte des Coffein auf die Aufmerksamkeit zeigt sich bereits nach dem Konsum einer Tasse Kaffee oder Tee, die eine Menge von 60 – 100 mg an Koffein enthält. Höhere Mengen an Coffein resultieren nicht zwangsläufig in einer proportional erhöhten Aufmerksamkeit (Smit et al. 2000., Quinlan et al. 2000).

Der Effekt des Coffeins auf die gesteigerte Aufmerksamkeit ist besonders deutlich für Personen mit verminderten Aufmerksamkeitsniveaus. Verminderte Müdigkeit und erhöhte Wachsamkeit als Folge des Koffeinkonsums konnte im Zusammenhang mit mehreren Alltagssituationen demonstriert werden:

Aufrechterhaltung einer tagesähnlichen Wachsamkeit während der Nacht (Smith et al. 1993) oder auch die Verringerung der Müdigkeit nach einer schlaflosen Nacht (Lorist et al. 1994)

Verbesserung der Fahrleistung während der Nachtstunden und Verzögerung des Einsetzens der Schläfrigkeit (Sagaspe et al. 2007)

Wiederherstellung eines normalen Levels an Wachsamkeit während einer Erkältung (Smith et al. 1997)

Verringerung des Müdigkeitsgefühls nach dem Mittagsessen oder der „Mittagsknick“ (Robelin et al. 1998)

Aufrechterhaltung einer erhöhten Aufmerksamkeit über längere Arbeitsperioden, z.B. beim Lernen (Smith et al. 1999)

Durch die Verbesserung der Aufmerksamkeit und Reduzierung der Schläfrigkeit kann eine Tasse Kaffe sich vorteilhaft auf die Durchführung alltäglicher Aufgaben ausüben (Smith 2005).

Geringere Reaktionszeit und verbesserte Informationsverarbeitung

Eine Vielzahl an Studien konnte auch eine geringere Reaktionszeit nach dem Coffeinkonsum belegen. Diese wiederum ist eng mit einer verbesserten selektiven Wahrnehmung verknüpft, d.h. das das Gehirn sich nur auf eine Aufgabe konzentriert und somit die Information schneller verarbeitet (Smith et al. 1999., Lorist et al. 1994, 1996., Ruijter et al. 2000) und in einer gesteigerten Leistung in der Auswahl relevanter Informationen resultiert.

Mehrere Autoren berichteten von einer verbesserten Informationsverarbeitung nach dem Kaffeekonsum. Die Vorteile scheinen sich primär aus der verbesserten Verarbeitung der Informationsaufnahme zu ergeben; sowohl hinsichtlich einer höheren Geschwindigkeit, als auch in einer größeren Menge an verarbeiteten Informationen (Lorist et al. 1994., Smith et al. 1999., Ruijter et al. 1999). Ein besonders deutlich verbesserter Aspekt bestand in der Auswahl der relevanten Informationen (Lorist et al. 1994., Ruijter et al. 2000) sowie der Dekodierung neuer Informationen (Smith et al. 1999) und „tieferer“ Informationsverarbeitung (Ruijter et al. 2000).

All diese Fähigkeiten können uns in unserem alltäglichen Funktionieren, in dem wir einen kontinuierlichen Fluss an Informationen erleben, die schnell hinsichtlich Ihrer Relevanz für uns, sortiert werden müssen, erleben.

Kaffe als Stimmungsaufheller

Wir alle erleben unsere Kaffeepause als eine Art Erfrischung, aber die wenigsten wissen, dass auch belegt ist, dass sie unsere Stimmung aufhellt. Eine Pause zu nehmen und mit Familie, Freunden oder Arbeitskollegen zu sprechen ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Routine. Ein Teil dieses positiven Erlebnisses lässt sich auf den Genuss von Koffein und den resultierenden Effekt auf unser Gehirn zurückführen. Studien belegen eine erhöhte Zufriedenheit, geringeres Niveau an Ängstlichkeit, höhere Selbstsicherheit und eine gesteigerte Aufgabenmotivation nach dem Konsum einer Tasse Kaffee (Fredholm et al. 1999; Quinlan et al. 2000., Lieberman 2001., Smith et al. 2004., Casas et al 2004., Van Gelder et al. 2007., Ritchie et al. 2007).

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass Wissenschaftler belegen, was wir jeden Tag erleben: Eine gute Tasse Kaffee verbessert die geistige Aufmerksamkeit und unterstützt uns bei der Erledigung alltäglicher Aufgaben mit einer verbesserten Konzentration und Aufmerksamkeit und verringert die Müdigkeit. Einem moderaten Kaffeekonsum stellt daher eine befriedigende Art der Hilfe dar, mit den Anforderungen des täglichen Lebens umzugehen.

Kaffee im Tagesverlauf – Vorteilhaft von morgens bis spät in die Nacht

Eine Tasse Kaffee am Morgen ist für Viele der übliche Start in den Tag. Das Coffein hilft beim Aufwachen und bereitet uns auf die Herausforderungen des Tages vor. Diese Tasse Kaffee kann auch zu dem täglichen Flüssigkeitsaufnahme beitragen und uns hydriert halten, was sich wiederum vorteilhaft auf unsere Gesundheit auswirkt (Ganio 2007).

Die meisten von uns kennen auch das Gefühl zurück an unseren Schreibtisch oder Arbeitsplatz zu müssen und sich plötzlich lethargisch zu fühlen. Dieses Gefühl beruht nicht nur auf Einbildung; das Gefühlt wird auch gerne als „Mittags-Knick“ bezeichnet, auch wenn es wenig mit dem Mittagessen selbst zu tun hat. Es hängt mit unserem natürlichen Biorhythmus zusammen: Während des Tagesverlaufs erleben wir Höhen und Tiefen hinsichtlich unserer Konzentrationsfähigkeit und eines dieser Tieftäler tritt um 2 Uhr nachmittags ein – eine Tasse Kaffee oder auch zwei, ist also hier nicht nur eine Entschuldigung um anstehende Aufgaben aufzuschieben, sondern hilft auch unsere Konzentration unter die Arme zu greifen. Das Coffein führt zu einem verbesserten Aufmerksamkeitsniveau, verbessert Leistung und Stimmung und hilft uns somit die zweite Hälfte des Tages zu bewältigen (Smith et al.1990., Ruxton 2008).

Auch bei langen Autofahrten kann uns Kaffee unterstützen. Lange Autofahrten machen müde. Mehrere Studien konnten zeigen, dass eine oder zwei Tassen Kaffee und ein 15-minütiges Nickerchen die effektivsten Gegenmittel gegen die sich anschleichende Müdigkeit sind (Horne et al. 1996., Philip 2006., Sagaspe et al. 2007., Anund et al. 2008). Auch der ADAC rät: rechts ranfahren,  eine bis zwei Tassen Kaffee und ein kurzes Nickerchen und schon sind Sie erfrischt und wachsamer für eine sichere Fortsetzung Ihrer Reise.

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Kaffee oder Espresso ?

May 1st, 2010 — 12:59pm

Wir haben uns vor einigen Tagen bereits die Frage gestellt “Robusta oder Arabica ?”. Welche Bohnensorte ist beliebter? Dank der öffentlichen Daten zu den Suchanfragen auf Google konnten wir diese Frage zumindest auf Grund von Zugriffszahlen beantworten. Die Sorte Arabica war der klare Gewinner. Ob in Deutschland öfter nach Kaffee oder Espresso gesucht wird, lässt sich ebenso leicht feststellen. Während im Monat März ungefähr 4,3 Millionen Mal nach dem Wort “Kaffee” gesucht wurde, lagen die Suchanfragen für das Wort “Espresso” bei ungefähr 900,00. Dementsprechend wird deutlich öfter nach Kaffee als nach Espresso gesucht. Nicht wirklich überraschend, aber dennoch ein erstaunlich großer Unterschied.

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Quawa & Aka-Aki

April 28th, 2010 — 11:57am

Wir freuen uns sehr darüber dem Aki der Woche (Der Aka Aki Nutzer mit den meisten Begegnungen) ein Paket Quawa Kaffee nach Hause schicken zu dürfen.  Das Paket enthält einmal den Quawa Kaffee Creme und einmal den Quawa Kaffee Espresso.  Schaut doch mal rein bei Aka Aki (link).
aka

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